Work (mum)life balance – oder wie finde ich eigentlich Zeit für mich, zwischen Kind und Job – Teil 1

Eine Balance zwischen Job und Freizeit zu finden ist schon ohne Kinder schwierig. Die Grenzen verschwimmen allzu oft. Meistens redet man es sich dann mit Floskeln wie “mir macht die Arbeit halt Spaß” schön, wenn man am Abend noch Mails checkt oder an einer Präsentation arbeitet. Kennt ihr doch sicher auch. 

Erwartet hier jetzt keine Zauberformeln, falls wir eine rosa Fee mit Zauberstab und drei Wünschen vorbeifliegen sehen, schicken wir sie auch gern zu euch. Bis dahin hier ein paar Tipps, die uns das Leben neben Arbeit, Kind, Haushalt leichter machen und uns auch etwas Zeit für uns lassen. Und bitte gesteht euch Zeit für euch IMMER ein, egal ob Single, in einer Beziehung, oder sonstiges. Vereinfacht euch Dinge um ZEIT für Wichtigeres zu haben.

Weil alles in einen Beitrag zu quetschen jedes angenehme Leseformat sprengen würde, haben wir das Thema auf drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil wollen wir euch kleine Helfer für den Alltag vorstellen – Dinge, die uns das Leben leichter machen.

Dinge die uns das Leben leichter machen:

Steffi

  • Wochenplan:

Es geht hier nicht um Planung im Minutentakt, aber eine generelle Erstellung eines Wochenplanes hilft. Wann ist das Kind wo, welche Termine darf ich nicht vergessen/welche Termine kann ich mir anders legen, welche Rechnungen stehen diese Woche an. Ich-Zeit im Kalender eintragen/blocken. Wir arbeiten hier ganz einfach mit Googlekalender, der ist immer dabei und Termine können hier auch ganz leicht gleich an andere verschickt werden. Für Liam mache ich gerade einen kindgerechten Wochenplan, hier kann er dann auch immer nachschauen wie die Woche geplant ist und wann er bei Mama oder bei Papa ist  (Anleitung dafür stell ich euch dann online) 

  • Lass es dir liefern:

Natürlich muss man auch für den Online-Lebensmittel-Einkauf Zeit einplanen, aber es erleichtert einiges. Ein Großeinkauf im Monat wird geliefert, hier kommen die wichtigsten Grundnahrungsmittel ins Haus, ohne Schleppen, ohne Kind im Kinderwagen (oder am Supermarktboden, kommt auf die Tagesverfassung an) und vor allem im Pyjama.

  • Essen:

Einfrieren, einfrieren, einfrieren und zwar in Miniportionen. Schnell fertig und trotzdem selber gemacht. Immer im Gefrierschrank → Kuchen, kein Stress wenn sich schnell Besuch ankündigt oder man einfach am Abend (allein) ungestört ein Stück essen mag 😉 Bolognese → das Kind schreit 4 mal in der Woche “Spageetthhiii”, dir graust schon nach dem 1sten mal. Brot → wird im Singlehaushalt generell oft schlecht, einfach scheibenweise einfrieren.

  • Morgenroutine:

Frühe Morgen allein mit Kind sind teilweise mühsam. Jause für sich und das Kind schon am Vorabend vorbereiten, Kleider rauslegen und vorm Schlafen den morgigen Tag besprechen kann helfen. Kommt natürlich immer auf die Tagesverfassung an. Aber ein guter, ungestresster Start in den Tag ist Gold wert. Unbedingt noch mindestens 10 Minuten zwischen Kindergarten und Arbeit für sich einplanen.  Das gilt auch nach der Arbeit.

 

Dinge die uns das Leben leichter machen:

Michi 

  • Genug Zeit einplanen und Frühstück vorbereiten:

Ich stimme Steffis Absatz zur Routine vollkommen zu. Vor allem montags kommt man ohne Morgenroutine schnell ins Straucheln. Meine Stärken liegen leider eher beim Planen als beim eigentlichen Ausführen – ich habe also schon öfter mal drauf verzichtet, am Abend schon das Gewand für den nächsten Morgen rauszulegen. Gewisse Dinge sind aber in meinem Kopf fest verankert. Wann muss ich welchen Handgriff erledigen, damit sich alles rechtzeitig ausgeht? Wann müssen wir spätestens los, damit ich nach dem KiGa abliefern auch noch den Zug erwische? Alles mittlerweile zigmal geübt. Auf jeden Fall plane ich genügend Zeit ein, denn aus Erfahrung weiß ich: je weniger Zeit wir haben, desto schlechter wird die Stimmung, weil ich meinen Sohn dann antreiben muss, was ihn wiederum in eine Ecke drängt und unkooperativ werden lässt (Trotzphase lässt grüßen). Außerdem will er so gut wie alles selber machen und ich möchte auch an Kindergartentagen zumindest theoretisch Zeit haben, ihn einfach machen zu lassen. Was ich außerdem eigentlich fast immer mache und in der Früh wirklich Zeit spart: Frühstück schon am Vorabend vorbereiten! Das sind bei uns fast immer Overnight Oats. Oder auch: am Vorabend in Milch eingeweichte Haferflocken (klingt halt nicht so toll 😀 ). Mittlerweile nach keinem bestimmten Rezept mehr, sondern nach Gefühl einfach Milch (meistens Mandelmilch) + Haferflocken + Chiasamen + etwas griechisches Joghurt + evtl. Banane mischen und ab in den Kühlschrank. Am nächsten Tag mische ich nur noch frisches Obst und evtl. etwas Müsli dazu. Immer lecker und hält länger als ein gekauftes Weckerl.  

  • Kaffee:

Muss ich mehr sagen? Ohne Kaffee geht hier gar nix. Mein Lebensretter an so manchen Tagen.

  • Biokiste:

Theoretisch würde ich jetzt sagen: Meal Prep. Ich schaffe aber die Umsetzung irgendwie nicht. Weder die ordentliche Essensplanung noch das Vorkochen. Meistens renne ich kopflos nach der Arbeit noch in irgendein Geschäft und besorge, worauf ich spontan Lust habe. Hier besteht eindeutig noch Verbesserungspotential. Gemeinsames Abendessen geht sich unter der Woche bei uns sowieso nicht aus – dafür komme ich zu spät nach Hause. An den Wochenenden sieht das schon wieder anders aus. Aber: für frisches Obst und Gemüse sorgt bei uns zweiwöchentlich die Biokiste vom Biohof Achleitner (not sponsored 😀 ). Darum herum plane ich grob unser Essen und auch die Kindergartenjause.

  • Arbeiten erst wenn das Kind schläft:

Ich versuche im Kopf, Arbeit und Zeit mit Kind strikt zu trennen. Außerdem ist mein Sohn gerade erst 2 Jahre alt und lässt mich nicht so einfach am Computer werken, wenn er daneben alleine spielen soll. Ist doch viel lustiger, bei Mama in die Tasten zu hauen oder YouTube-Videos von Leo (Lastwagen, Anm.) einzufordern. Diese aus Notwendigkeit entstandene Regel der Trennung vereinfacht aber gewisse Dinge auch, zumindest mental. So genieße ich die Zeit mit meinem Kind und mache mir weniger Druck. Zeitlich stoße ich hier allerdings schon des öfteren an mein Limit, denn wenn er schläft ist es ca. 20 Uhr und bis ich selbst ins Bett gehe (gehen muss weil einfach zu müde) bleiben mir dann noch ca. 2h, um alles mögliche zu erledigen (Tipps zur Entspannung findet ihr im 3. Teil :D).

 

 

 

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